Schwarzwald Super 2018

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Radler des RV. Edelweiß Bliesransbach bezwangen am 2. September
2018 die Berge des Hochschwarzwaldes.

Die Radsportler Stefan Wiehr, Heinz Grund und Manfred Kempf nahmen Anfang September an der in Europa unter Insidern sehr bekannten Radsportveranstaltung dem legendären SCHWARZWALD SUPER! 2018 teil. Austragungsort dieser Veranstaltung ist der kleine Ort Münstertal in der Nähe
von Freiburg. Im Normalfall hätte uns auch der Radsportler Martin Schwindt begleitet, dieser zog
aber ein Trainingslager in Kanada vor.

Nachfolgend der Originalausschreibungstext des Veranstalters.

Der Schwarzwald Super! ist das intensivste Schwarzwalderlebnis für ambitionierte
Rennradfahrer.
Fahre an einem Tag auf die höchsten Berge des Hochschwarzwaldes, auf den Blauen, den Schauinsland, den Kandel, den Hochkopf, den Thurner und noch viele mehr. Genieße die spektakulären Straßen, die einzigartigen Panorama-Aussichten und die vielen Stationen mit guter regionaler Verpflegung.
Wähle eine der drei Routen: Gold (260 km / 6500 hm)
Silber (175 km / 4700 hm) Bronze ( 110 km / 3000 hm)

Knapp 20 Kilometer südlich von Freiburg i. Brsg. führt das weitläufige Münstertal tief hinein in den Südschwarzwald. Schon im frühesten Mittelalter ließ der Missionar Trudpert die Waldhänge auf seiner Südseite roden und schuf die Basis für eine durch Wiesen und Weiden geprägte, freundliche Kulturlandschaft. Noch
heute zeugt das Kloster St. Trudpert als vierte Klosteranlage an dieser Stelle von der über 1400 Jahre alten Sakralgeschichte des Ortes. Die Gemeinde Münstertal verteilt sich in mit unterschiedlichen Siedlungskernen auf zwei Haupttäler. Zahlreiche Seitentäler mit ausgesprochen individueller Charakteristik führten zum Beinamen
„Münstertal, das Tal der hundert Täler“.

Die drei Edelweiß Radler entschieden sich für die Silberroute. Nirgendwo in unserer nahen Umgebung bietet sich die Möglichkeit vor einer grandiosen Bergkulisse so viele Anstiege in Folge zu erfahren.

Morgens um 5:30 Uhr bei Dunkelheit und 12 Grad wurden die 175 Kilometer (km) in Angriff genommen. Wie ein riesiger Fackelzug bestehend aus weißen und roten Fahr- bzw. Rücklichtern wurde der erste Anstieg von 11,8 km Länge zum 1080 m hohen Kreuzweg erfahren. Bei diesem ersten Anstieg mussten 700 Höhenmeter (hm) überwunden werden. Der nächste Anstieg zum Hochblauen mit einer Höhe von 1165 m und 660 hm hatte eine Länge von 7,6 km. Zwischenzeitlich
lichtete sich der Nebel aus den Tälern und der Sonnenaufgang konnte in einer dunstigen Atmosphäre erahnt werden. Trotz Tageslicht bleib die Temperatur bei kühlen 15 Grad. Erst nach zwischenzeitlich einsetzendem Nieselregen, stieg um die Mittagszeit die Temperatur etwas an. Der Herbst schickte schon seine ersten Boten. Weiter ging es dann mit 11,1 km Anstieg und 390 hm auf den 700 m hohen Lehnacker, darauf folgte der 770 m hohe Pfaffenberg bei dem mit 9,2 km Anstieg 410 hm überwunden werden mussten. Die gesamte Tour bestand aus steilen Anstiegen und schwierigen Abfahrten, bei denen sich kaum die Möglichkeit einer Erholung bot. Die gesamte Strecke wurde vorbildlich vom Veranstalter hinsichtlich möglicher Gefährdung durch Hinweise gekennzeichnet. Ein weiterer Anstieg in einer Kette von imposanten Steigungen war die 3,4 km lange Anfahrt zur 830 m hohen Unteren Stuhlsebene, bei der 290 hm zu überwinden waren. Darauf folgte der 820 m hohe Haupass mit 3,1 km Anstieg und 180 hm. Über den Haldenkopf mit 930 m Höhe und 220 hm mit 4,7 km Anstieg wurde die Anfahrt zum Hochkopf (Tiergrüble) mit 1080 m Höhe, 10,9 km Anfahrt und
610 hm angekündigt. Auch diese Steigung machte keinem unserer Fahrer Probleme. Das Rote Kreuz mit 1080 m, 3,9 km Anfahrt und 270 hm wurde genauso wie die Anfahrt zum Aulener Kreuz mit 1130 m Höhe, 4,2 km Anfahrt und 290 hm erfolgreich überfahren. Danach konnten auch der Rinken mit
1200 m, 6,7 km Anfahrt und 280 hm, sowie der letzte Anstieg zum Schauinsland-Halde mit 1170 m
Höhe, 10,4 km Länge, 700 hm und einer durchschnittlichen Steigung von 14 % , die nach etwa 160
Kilometern erklommen werden musste. Erst dann konnte die ca. 9 km lange enge Fahrt über Stohren zum Ausgangsort Münstertal, die sehr steil abwärts und vorsichtig abgefahren werden musste.

Diese Veranstaltung zählt zu einem Geheimtipp unter den begeisterten Radsportlern und wurde in diesem Jahr von ca. 660 Teilnehmern besucht. Diese Tour führte durch die schönsten Orte des Schwarzwaldes und ist auch von den Radsportlern des RV. Edelweiß für 2019 wieder geplant.

Nochmals hier ein Lob an den Veranstalter, der vorbildlich bei der der Versorgung an den Verpflegungsstellen und der Betreuung der Teilnehmer agiert hat. http://www.schwarzwald- super.de

Insgesamt konnten die 4.700 hm ( 12 Anstiege)und 175 km überwunden werden. Eine ganz besondere Leistung hat unser Radsportfreund Heinz Grund vollbracht, der mit seinen fast 70 Jahren mit einer Fahrzeit von 10:39:47 Stunden in seiner Altersklasse seines gleichen sucht. Toll Heinz mach so weiter. Stefan Wiehr konnte mit knapp 60 Jahren und einer Fahrzeit von 10:04:32 Stunden und Manfred Kempf gleichaltrig, mit einer Zeit von 8:45:54 Stunden die Tour abschließen.